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kinderburg Befestungsartige Anlagen wurden seit dem Neolithikum errichtet und sind aus nahezu allen ur- und frühgeschichtlichen Perioden bekannt. Die Außenanlagen waren aus Holz, Erde oder kinderburg Stein und sind heute als Burgwälle erhalten, die zumeist als Bodendenkmal unter Schutz stehen. Selten war der Hauptzweck einer solchen Anlage jedoch die Verteidigung, weshalb die Bezeichnung Burg irreführend ist. Er entstand im deutschen bzw. nordischen kinderburg Sprachraum vermutlich dadurch, dass der nordische Begriff Borg für einen umwallten Kultplatz (in Schottland wurde er von Normannen auf den Broch übertragen) zum Begriff für vergleichbare, jedoch profane Anlagen wurde. Die als kinderburg Wikingerburgen bezeichneten Plätze wie die Trelleborg, die nie Befestigungscharakter hatte, geht eindeutig auf eine gegenreformatorische, antichristliche Bewegung unter Sven Gabelbart zurück, der diese heidnischen Kultplätze kinderburg anlegte. Ihre Bezeichnung als Borg belegt diese nordische Kultplatzbezeichnung um 1000 n. Chr. letztmalig. Viele Forscher bevorzugen deshalb die neutrale Bezeichnung „Erdwerk“ oder spezifischere Ausdrücke wie z. B. Kreisgrabenanlage, kinderburg Schlacken- oder Abschnittswall, Burgwall. Die Kelten hinterließen in Süddeutschland und Frankreich große, stark befestigte Burgstädte, die „Oppidae“ (lat. Bezeichnung). Keltische Viereckschanzen hatten dagegen in der Regel keine Verteidigungseinrichtungen. kinderburg Im Frühmittelalter kamen die Burgen als Wehrbauten wieder auf, falls diese Tradition jemals unterbrochen war. Der Geschichtsschreiber Paulus Diaconus erwähnt im 8. Jahrhundert in seiner Langobardengeschichte, auf der kinderburg Historiola des Abtes Secundus von Trient fußend, für das Jahr 590 zahlreiche Castra im mittleren Alpenraum. Ein solches Castrum wird heute meist als befestigte Höhensiedlung aus ostgotischer, byzantinischer oder langobardischer Zeit angesehen. kinderburg Als Beispiele dafür können Loppio im Trentino, der Vigiliusbühl bei Perdonig oder Castelfeder bei Auer, beide im Etschtal gelegen, angeführt werden. Im Fränkischen Reich setzte der Burgenbau spätestens in der Karolingerzeit – besonders seit kinderburg König Heinrich I. – wieder ein, um die Ostgrenze des Reiches zu sichern. Große Gaugrafenburgen entstanden, teilweise durch den Ausbau vorgeschichtlicher Wallanlagen. Zur selben Zeit, das heißt im späten 8. Jahrhundert und im 9. Jahrhundert, kinderburg begannen auch die Slawen mit dem Bau von Burgen. Im 10. Jhdt. wurden in Südwestdeutschland riesige Ungarnwälle aufgeworfen. Im Vorfeld wurden ausgeklügelte Reiterannäherungshindernisse angelegt, um das Reitervolk zum Fußkampf zu kinderburg zwingen. Nach der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg (955) wurde der Ausbau mancher dieser Wallanlagen abrupt abgebrochen, da die Gefahr durch die Niederlage der Ungarn beseitigt war. Viele hochmittelalterliche Burgen stehen innerhalb älterer, kinderburg wesentlich großflächigerer Wallanlagen, deren Zeitstellung nicht immer zweifelsfrei zu klären ist. Festungstechnisch günstige Plätze wurden oft über Jahrtausende hinweg benützt. Bedingt durch klimatische Verbesserungen kam es am kinderburg Ende des frühen Mittelalters im deutschen Sprachraum zu einem raschen Bevölkerungswachstum, das die Entstehung einer neuen Gesellschaftsschicht ermöglichte, der Ministerialen. Diese anfangs noch unfreien Dienstleute dokumentierten ihren kinderburg neuen Status oft durch die Errichtung einer Turmhügelburg, der Motte. Dieser Bautypus war ursprünglich in Westeuropa beheimatet.
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